Corona: Informationen für Studierende (Stand: 2020-03-20)

Wie Sie den diversen Schreiben des Präsidiums entnommen haben, ist der Prüfungsbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt. Bei der Durchführung von Klausuren und mündlichen Prüfungen bleibt uns da auch kaum eine Möglichkeit. Dennoch sind wir natürlich bemüht, lösungsorientiert und kreativ im Sinne der Studierenden vorzugehen. Im Folgenden deshalb einige Informationen, die Ihnen helfen sollen, zusammen mit Ihren Prüferinnen oder Prüfern mit der Situation umzugehen. Grundsätzlich gilt: Für alle Maßnahmen liegt die Entscheidung bei der Prüferin oder dem Prüfer, da nur diese beurteilen können, wie mit der Situation bezogen auf ihr Fach sachgerecht ungegangen werden kann.

Prüfungen allgemein

  1. Prüferinnen und Prüfer können, mit Ihrem Einverständnis, auf eine andere Prüfungsform wechseln, auch wenn diese nicht angekündigt war. Dieses gilt insbesondere auch für etwaige Härtefälle.
  2. Prüfungsformen können kreativ ausgelegt werden. So könnten beispielsweise mündliche Prüfungen unter Umständen und in Härtefällen auch per Video-Konferenz durchgeführt werden.
  3. Härtefälle sind insbesondere Situationen, in denen die Verschiebung der Prüfung existenzbedrohende Auswirkungen haben kann (Verlust von BaFöG, Aufenthaltsstatus, letzte Prüfung des Studiums). Falls Sie sich in einer derartigen Situation befinden, sprechen Sie Ihre Prüferin oder Ihren Prüfer an. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass die allgemeine Gefahr einer Studiumsverlängerung ohne weitere Härten in der aktuellen Situation nicht als Härtefall gewertet werden kann. Nichtsdestotrotz steht es Ihnen frei, Ihre Prüferin oder Ihren Prüfer anzusprechen.

Studentische Arbeiten

  1. Kolloquiumsvorträge zu Bachelor- und Masterarbeiten können grundsätzlich auch per Video-Konferenz durchgeführt werden.
  2. Die Abgabe der Arbeit als PDF per E-Mail bei der Betreuerin oder dem Betreuer ist grundsätzlich möglich und zählt als das maßgebliche Abgabedatum. Die schriftlichen Exemplare können nachgereicht werden, zumal auch die Briefkästen der Institute nur noch eingeschränkt zugänglich sind. Die Note kann allerdings endgültig erst eingetragen werden, wenn Ihre Betreuerin oder Ihr Betreuer die unterschriebene Erklärung zu Hilfsmitteln, Zitaten und Selbstständigkeit erhalten hat. Greifen Sie unter Umständen in Abstimmung mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer auf den Postweg zurück.
  3. Die Bearbeitungsdauer für alle studentischen Arbeiten, die vor dem 16. März angemeldet waren, verlängert sich pauschal und ohne Beantragung um 14 Tage. Diese Zeit soll Ihnen helfen, zusammen mit Ihren Betreuerinnen und Betreuer die weiteren Auswirkungen auf die jeweilige Arbeit zu diskutieren. Dabei ist zu klären, ob Anpassungen am Arbeitsplan oder Thema notwendig und möglich sind. Das Ziel ist es, die Bearbeitungszeit begrenzt zu halten. Ohne Beantragung sind (im Einvernehmen mit Betreuerin oder Betreuer) möglich:

    • Anpassungen am Arbeitsplan (ohne Änderung des Themas).
    • Anpassungen am Thema.

    Stellt sich jedoch heraus, dass die Arbeit unter den gegebenen Umständen nicht mehr sinnvoll durchführbar und auch nicht änderbar ist, so kann auf Antrag im Einvernehmen mit ihrer Prüferin oder ihrem Prüfer:

    • Eine weitergehende Verlängerung der Bearbeitungszeit gewährt werden.
    • Die Arbeit ohne Zählung als Fehlversuch zurückgegeben werden. In diesem Fall muss der oder dem Studierenden vom ausgebenden Institut ein neues Thema angeboten werden.

    Die Anträge werden von den Studierenden schriftlich gestellt (Scan/Foto mit Unterschrift) und über die Prüferin oder den Prüfer per E-Mail an den zuständigen Prüfungsausschussvorsitzenden gesendet, um ein gewisses Maß an Authentizität sicher zu stellen. Sie sind außerdem in der E-Mail durch die Prüferin oder den Prüfer nachvollziehbar zu begründen.

Bitte seien Sie sich bei Ihren Überlegungen bewusst, dass keinesfalls sichergestellt ist, dass wir ab dem 20. April wieder in den Regelbetrieb gehen können. Es ist sehr gut möglich, dass bestimmte Formen von Arbeiten oder Experimenten für deutlich längere Zeit nicht mehr durchführbar sind. Sprechen Sie mit Ihren Prüferinnen und Prüfern auch diesen Punkt an.